Paris › Musée d'Orsay

Selbstporträt

Selbstporträt

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Pierre-Auguste Renoir blickt dir aus einem Feld aus zartem Rosa und Weiß entgegen, bärtig und bis zur Brust dargestellt. Sein rötlich braunes Haar und sein Bart fangen das Licht vor dem braunen Jackett und der dunkelblauen Krawatte ein. Schau links unten genauer hin: Dort taucht ein zweites Gesicht auf, ein hellhaariges Kind, mit dünnen Strichen in Gelb und Rosa gemalt, einem Hauch Rot auf den Lippen und beinahe im Malgrund aufgelöst. Rechts unten schwebt in der Nähe eine lockere, gelbockerfarbene Form, ohne preiszugeben, was sie darstellt.

Was diese kleine Leinwand so eindrucksvoll macht, ist, wie wenig sie sich aufdrängt. Die Figur entsteht aus schnellen, federleichten Pinselstrichen: Das Gesicht ist weich vermalt, während das Jackett mit breiteren, dunkleren Strichen angelegt ist. Durch die dünnsten Farbschichten scheint die Leinwandstruktur hindurch, und am oberen Rand bleibt der unbemalte Malgrund sichtbar. So verbirgt das Bild nie ganz, wie es entstanden ist. Pierre-Auguste Renoir scheint die Energie des Pinsels wichtiger zu sein als eine makellose Ausführung – und genau das unterscheidet dieses „Selbstporträt“ von den sorgfältig ausgearbeiteten Porträts, die er damals ausstellte.

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Pierre-Auguste Renoir, geboren 1841 in Limoges, Frankreich, entwickelte sich zu einer zentralen Figur der Impressionistenbewegung. Sein frühes Leben in einer bescheidenen Familie führte ihn nach Paris, wo er eine Lehre in einer Porzellanmanufaktur begann und sein künstlerisches Talent trotz finanzieller Schwierigkeiten förderte. Beeinflusst von den Werken von Meistern wie Rubens und Manet entwickelte Renoir einen einzigartigen Stil, der die feminine Schönheit und lebendige soziale Szenen feierte.

Renoirs Durchbruch kam mit der Salon-Ausstellung von 1868, in der sein Gemälde "Lise mit einem Sonnenschirm" gezeigt wurde. Trotz anfänglicher Ablehnungen war er Mitbegründer der ersten Impressionisten-Ausstellung im Jahr 1874, wo sein Werk begann, Anerkennung zu finden. Seine Gemälde, die durch lichtdurchflutete Kompositionen und lebhafte Motive gekennzeichnet sind, fangen das Wesen des Pariser Lebens ein.

Im Laufe seiner Karriere entwickelte sich Renoirs Stil weiter, indem er Elemente des Realismus einbezog, während er seinen Fokus auf Porträts und Akte beibehielt. Er schuf etwa viertausend Werke und hinterließ ein bleibendes Erbe, das Generationen von Künstlern beeinflusste. Renoirs Fähigkeit, Wärme und Freude durch Farbe und Form zu vermitteln, sicherte ihm einen Platz als einer der gefeiertsten Maler der Kunstgeschichte. Er verstarb 1919 und hinterließ ein reiches künstlerisches Erbe.

Dieses kleine „Selbstporträt“ ist auf das Jahr 1879 datiert und wurde von Pierre-Auguste Renoir gemalt. Außerdem sind in den Unterlagen zwei Katalognummern aufgeführt: Daulte 293 und Fezzi et Henry 329. Darüber hinaus ist nicht vermerkt, wo das Werk erstmals gezeigt wurde oder wie es aufgenommen wurde – diese Teile der Geschichte sind hier also schlicht nicht dokumentiert.

Der Mann füllt die Mitte und das obere Bildfeld der Leinwand, in leichter Dreiviertelansicht gedreht, den Blick direkt auf die Betrachtenden gerichtet. Die Palette ist zurückhaltend: rotbraunes Haar und ebensolcher Bart, eine braune Jacke über einem hellen Kragen und ein dunkelblaues Halstuch. Der Hintergrund ist ein helles, rosiges Weiß, und am oberen Rand bleibt der Malgrund unbemalt. Das Gesicht ist in weichen, ineinander verschmolzenen Strichen gearbeitet, während der Rock breitere, dunklere Pinselstriche erhält. Das Gesicht des Kindes unten links ist in dünn aufgetragenen Gelb- und Rosatönen gemalt, und die gelbocker Form unten rechts ist locker hingepinselt und nicht klar zu erkennen.

Das Gemälde ist ein Ölgemälde auf Leinwand und misst in den registrierten Abmessungen 19 mal 14. Sein französischer Titel lautet „Portrait de l'artiste“.

Ja, mit dreizehn wurde er Lehrling in einer Porzellanwerkstatt, wo er Stücke verzierte, und 1858 bemalte er Fächer, um Geld zu verdienen.

Im Museum vor einem Werk: einfach fotografieren und seine Geschichte hören.

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