Bild: Shonagon
Smaragdhalsband des Parure der Kaiserin Maria Luisa
Zehn tropfenförmig geschliffene Smaragde hängen an diesem grünen Reif wie eine Reihe von Anhängern, die den Boden gerade nicht berühren. Achten Sie auf den größten Tropfen in der Mitte unten, eingefasst von kleinen weißen Steinen, und auf das quadratische Glied nahe der Spitze, wo ein grüner Stein in einer eigenen Fassung über einem weiteren Tropfen sitzt. Jeder der größeren grünen Steine ist von einem Kranz farbloser Edelsteine umgeben, und dazwischen greifen die durchbrochenen Fächerornamente, deren Mittelpunkt jeweils ein kleiner runder Smaragd bildet, denselben Rhythmus auf.
Der Kragen wurde 1810 von François-Régnault Nitot gefertigt, der das Haus Nitot leitete und als offizieller Juwelier Napoleons tätig war. Er war Teil eines Schmuckensembles, das Napoleon Marie-Louise von Österreich zu ihrer Hochzeit schenkte, die am 2. April 1810 stattfand; die Juwelen wurden Ende März desselben Jahres geliefert. Zum Ensemble gehörten außerdem ein Diadem, ein Paar Ohrringe und ein Kamm; im August 1811 kam eine Gürtelschnalle hinzu. Da es sich um persönlichen Besitz der Kaiserin und nicht um Kronjuwelen handelte, behielt sie die Stücke, als sie Frankreich im März 1814 verließ. Sie gingen anschließend durch mehrere Hände innerhalb der Habsburgerfamilie. 1953 wurde das Ensemble an den Juwelier Van Cleef & Arpels verkauft. Danach wurde das Diadem auseinandergenommen und seine Smaragde wurden einzeln verkauft.
François-Régnault Nitot war ein französischer Juwelier, der am 25. Februar 1779 in Paris geboren wurde und später offizieller Juwelier Napoleons I. war. Er war der Sohn des Juweliers Marie-Étienne Nitot und übernahm nach dem Tod seines Vaters das Familienunternehmen, die Maison Nitot. 1809 heiratete er die Pariserin Marie Jeanne Agathe Irisson. Ihr Sohn, General Ferdinand Nitot, sollte den Familiennamen später in eine militärische Laufbahn tragen. Nitot diente dem Kaiser während der Jahre des Kaiserreichs. Als Napoleon 1815 jedoch stürzte und ins Exil ging, beschloss Nitot, der Royalist war, sich aus dem Juweliergeschäft zurückzuziehen. Er übergab das Unternehmen seinem Werkstattleiter Jean-Baptiste Fossin. Neben seiner Tätigkeit als Juwelier war er von 1817 bis 1852 auch Bürgermeister von Écharcon; dort wurde er begraben. Er starb am 19. Januar 1853 in seinem Haus an der Place Vendôme in Paris und überlebte seine Frau. Zu den ihm zugeschriebenen Arbeiten gehören eine Halskette und ein Paar Ohrringe, die 1810 für Kaiserin Marie-Louise angefertigt wurden und sich heute im Louvre befinden. Über sein persönliches Temperament ist nur wenig überliefert. Sein Charakter lässt sich daher vor allem aus seiner Treue zur Monarchie und seiner Entscheidung erschließen, das Handwerk aufzugeben, statt unter einem neuen Regime weiterzuarbeiten.
Die Halskette und die Ohrringe wurden von Baronin Élie de Rothschild erworben und blieben in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten – anders als andere Teile des Ensembles, die im 20. Jahrhundert verändert wurden.
Ja. 2015 rutschte es in der Galerie d’Apollon von seinem Sockel in der Vitrine, bevor die Vitrinen 2019 ersetzt wurden.
