Bild: Sailko
Acht Pfirsiche, und einer liegt ganz allein unten links, als wäre er vom Haufen weggerollt. Die übrigen sind in einer flachen weißen Schale aufgetürmt. Ihre Schalen schimmern in Rot, Orange, Gelb und Creme; dazwischen stecken grüne Blätter, die über den Rand hängen. Achten Sie darauf, wie der geriffelte Rand der Schale einen zarten blauen Schatten auffängt und wie das Tuch darunter nicht aus glatten Falten, sondern aus breiten, lockeren Strichen in Weiß, Lavendel und Blau aufgebaut ist – sodass der ganze Tisch in frischen Farben zu vibrieren scheint. Der Hintergrund ist ein dichtes Geflecht aus kurzen, federleichten Strichen in Rostrot, Grün, Rosa und Blau. Links zeichnet sich eine dunklere Masse ab, vielleicht ein Gefäß, doch die Farbe legt sich nie darauf fest, was es ist. Überall ist die Farbschicht dick aufgetragen, die Pinselstriche stehen deutlich sichtbar hervor.
Was uns das Werk über den Maler verrät, ist sein Weg bis zu diesem Punkt. Pierre-Auguste Renoir wurde 1841 in Limoges als Sohn eines Schneiders geboren; als er noch klein war, zog seine Familie nach Paris.
Dieses Stillleben wird im Museum unter der Inventarnummer RF 1963-16 geführt. Später ging es durch die Hände des Kunsthändlers Ambroise Vollard, bevor es Paul Guillaume und anschließend in die Sammlung von Madame Jean Walter gelangte. 1942 war es in Paris in der Ausstellung der Galerie Charpentier über Blumen und Früchte seit der Romantik zu sehen, 1946 dann erneut in einer Ausstellung, die dem Stillleben gewidmet war. Es wird auf etwa 1881 oder 1882 datiert – eine Zeit, in der Renoir seine Farbpalette und seine Art, Formen aufzubauen, überdachte.
Pierre-Auguste Renoir, geboren 1841 in Limoges, Frankreich, entwickelte sich zu einer zentralen Figur der Impressionistenbewegung. Sein frühes Leben in einer bescheidenen Familie führte ihn nach Paris, wo er eine Lehre in einer Porzellanmanufaktur begann und sein künstlerisches Talent trotz finanzieller Schwierigkeiten förderte. Beeinflusst von den Werken von Meistern wie Rubens und Manet entwickelte Renoir einen einzigartigen Stil, der die feminine Schönheit und lebendige soziale Szenen feierte.
Renoirs Durchbruch kam mit der Salon-Ausstellung von 1868, in der sein Gemälde "Lise mit einem Sonnenschirm" gezeigt wurde. Trotz anfänglicher Ablehnungen war er Mitbegründer der ersten Impressionisten-Ausstellung im Jahr 1874, wo sein Werk begann, Anerkennung zu finden. Seine Gemälde, die durch lichtdurchflutete Kompositionen und lebhafte Motive gekennzeichnet sind, fangen das Wesen des Pariser Lebens ein.
Im Laufe seiner Karriere entwickelte sich Renoirs Stil weiter, indem er Elemente des Realismus einbezog, während er seinen Fokus auf Porträts und Akte beibehielt. Er schuf etwa viertausend Werke und hinterließ ein bleibendes Erbe, das Generationen von Künstlern beeinflusste. Renoirs Fähigkeit, Wärme und Freude durch Farbe und Form zu vermitteln, sicherte ihm einen Platz als einer der gefeiertsten Maler der Kunstgeschichte. Er verstarb 1919 und hinterließ ein reiches künstlerisches Erbe.
Der Text besagt, dass Renoir Ende der 1870er-Jahre, insbesondere nach dem Erfolg von „Madame Charpentier und ihre Kinder“ auf dem Salon von 1879, zu einem erfolgreichen und gefragten Maler geworden war.
