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Philippe de Champaigne – Louvre
1602 – 1674
Philippe de Champaigne war ein bedeutender französischer Barockmaler, geboren am 26. Mai 1602 in Brüssel. Er stammte aus bescheidenen Verhältnissen und wurde unter namhaften Künstlern ausgebildet, bevor er 1621 nach Paris zog, wo er ein unabhängiger Meister wurde. Champaigne erlangte Anerkennung als Maler der Königin und schuf bedeutende Werke für die königliche Familie und religiöse Institutionen. Sein Stil entwickelte sich von den lebhaften Einflüssen Rubens' zu einem nüchterneren Ansatz, der durch die psychologische Tiefe seiner Motive gekennzeichnet ist.
Als Gründungsmitglied der Académie royale de peinture et de sculpture spielte er eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der französischen Kunst während des Ancien Régime. Zu seinen bemerkenswerten Werken gehören Porträts des französischen Hofes und religiöse Szenen, wie "Ex-Voto", das sein persönliches Leben und seine jansenistischen Überzeugungen widerspiegelt. Champaignes Erbe lebt durch seine meisterhaften Kompositionen und die emotionale Resonanz seiner Gemälde weiter und sichert ihm einen Platz in der Kunstgeschichte als Schlüsselfigur der Barockzeit. Er verstarb am 12. August 1674 und hinterließ ein reiches künstlerisches Erbe.
