Bild: Shonagon
Große Korsageschleife der Kaiserin Eugénie
Betrachten Sie genau, wie die Steine gefasst sind: eine große Schleife, ganz aus weißen, klaren Edelsteinen gebildet, mit zwei geschwungenen Schlaufen, die sich vom zentralen Knoten aus nach außen winden. Darunter enden zwei lange, dicht mit Steinen besetzte Bänder in sich verjüngenden Quasten, und zwischen ihnen fallen vier Ketten aus abgestuften Steinen zu dunklen, spitz zulaufenden Enden hinab.
Bemerkenswert an diesem Schmuckstück ist, wie es eine Schleife – etwas Weiches, Stoffartiges – in etwas verwandelt, das das Licht wie Wasser einfängt. Jede Schlaufe besteht aus kleinen Steinen, die in sich überlagernden Windungen angeordnet sind, sodass die Oberfläche schimmert, statt flach zu wirken. Die langen Bänder und Ketten sind abgestuft, sodass der Blick am Schmuckstück entlang nach unten wandert, als folgte er dem Fall eines echten Bandes.
Die Quelle nennt den Goldschmied und Juwelier François Kramer als Hersteller und führt Silber, Diamanten und Gold als Materialien auf. Die erhaltenen Informationen enden hier: Sie beschreiben weder, wie das Schmuckstück getragen wurde, noch, wo es ausgestellt war oder wie es damals aufgenommen wurde. Diese Fragen bleiben also offen.
Jede Schleife besteht aus kleinen Steinen, die sich in überlappenden Bögen aneinanderfügen. So bricht die Oberfläche das Licht, statt es glatt zurückzuwerfen.
